Monthly Archives: November 2014

Mein Jahr 2002

Von Frau Percanta  habe ich ein Stöckchen bekommen. Mein erstes überhaupt. Ich schreibe das hier jetzt auf Deutsch, und bitte vorher schon um Verzeihung wenn ein Verb mal zu früh kommt, oder eine Kasusmarkierung zuviel oder zu wenig auftaucht oder ähnliches. Muttersprache eben nicht Deutsch (auch nicht English, sondern Niederländisch).

2002 ist eine ausgezeichnete Wahl, ein Jahr das gemischte Gefühle mit sich brachte. Ich promovierte (hurrah!), aber die Promotion ging einher mit einem extrem unangenehmen Streit mit der Doktormutter  (ich werde das hier nicht weiter ausführen), der immer noch mitbestimmt wie ich manchmal funktioniere und/oder reagiere. Weh tut es seit nicht so lange Zeit nicht mehr, immerhin. 2002 also!

Alter: bis auf 10 Tage 29. (meine Güte, ist das schon sooooo lange her? ich werde alt)

Beziehung: ja, und da möchte ich eigentlich gar nicht so viel zu sagen, weil, vorbei. Es war meine erste Freundin, die dritte Beziehung mit ihr (ja komplizierte Sache), und die die am längsten gedauert hat. Diese hatte angefangen in 1999 (kennen tat ich sie schon seit 1991). Zusammengezogen sind wir in 2001. In 2002 gab es das erste richtige Tief, so dass ich schon auf Wohnungssuche in Utrecht war und überlegte ganz dahin zu ziehen, aber irgendwie haben wir dieses Tief überstanden und haben dann angefangen uns gemeinsam Häuser und Wohnungen zum Kaufen an zu schauen. Gedauert hat diese Beziehung insgesamt 12 Jahre. Eine lange Zeit, die auch lange nicht besonders glücklich mehr war, die aber auch sehr glückliche Momente hatte.

Beruf: Postdoc an der Universität von Utrecht (Nl) in einem größeren Projekt (Projektleiter, drei Postdocs, 2 Doktorandinnen) in dem es um Sprachverarbeitung ging. Obwohl die Entscheidung diese Stelle anzunehmen zum Teil Auslöser von dem obengenannten Streit war, war es trotzdem eine sehr gute Entscheidung. Ich habe extrem viel gelernt, es war sehr schön in einem Team an einem Projekt zu arbeiten. Es war sehr schön wertgeschätzt zu werden für was man kann, ohne komplizierte Anhängigkeitsverhältnisse. Ich erinnere mich an vielen fachlichen Diskussionen, in den Zimmern meiner Kollegen, auf dem Balkon meines Kollegens (wir hatten unsere Büros mit der ganzen Gruppe in Altbau mitten in der Innenstadt. auch da: wie toll ist das denn, arbeiten mit Blick auf dem Dom!), und oft auch eben nur zwischen Tür und Angel. Neben Studentin, wäre ich gerne mal wieder Postdoc. Superzeit, man kan wissenschaftlich machen was man möchte (mehr oder weniger), schreibt lustig Aufsätze und geht auf Tagungen, muss aber kein Buch schreiben und man sitzt noch nicht die ganze Zeit in Gremien. Einziger Nachteil: leider immer befristete Verträge. Deswegen bin ich jetzt auch nicht mehr da, und deswegen hat es mich nach Deutschland gezogen (aber auch dafür gilt: Superentscheidung aus vielen Gründen).

Musik: ich werde in diesem Jahr, wie eigentlich immer mal wieder, auf jeden fall die niederländische Qualitätsmusik genossen haben (Borsato, Blöf, ..und vieles mehr). Abgesehen davon werde ich beim Musikhören vor allem von meiner damaligen Freundin beeinflusst gewesen sein. Die hatte viel Musik, ein eigener Geschmack, und viel Musik gehört. Ich hörte also mit, und mochte einiges, aber nicht alles (Paul Weller, Crowded House, Joni Mitchell, Massive Attack (mag ich immer noch), Paul Simon). Weil viele von dieser Musik so sehr verbunden ist mit der ehemaligen Freundin, mag ich vieles davon gar nicht mehr hören, weil es mir sofort in die Zeit mir ihr zurück bringt, und da eben nicht nur schöne Erinnerungen mit sich bringt. Massive Attack höre ich aber schon immer noch. Nicht zuletzt hatte ich in der Zeit das ich viel Zug fuhr ein kleines Mobiles Radio mit Kopfhörer und ich habe dementsprechend viel Radio gehört. Schön war das. Fragt mich aber nicht was ich gehört habe, vermutlich das war gerade in war.

Haare: oh da habe ich aber tief nachdenken müssen. Ich meine so halblang alles auf einer Länge. Das wurde dann ganz bald danach deutlich kürzer, und seitdem hat sich da eigentlich sehr wenig getan, außer dass ich immer mehr graue Haare entdecke. Übrigens scheinen die aber auch öfter auszufallen, so dass es sich mit der Grauheit in Grenzen hält.

Sport: eher selten. Ich bin erst im späteren Alter einigermassen sportlich geworden. Ich werde in diesem Jahr, soweit ich mich überhaupt an Sport erinnere, vor allem sehr unregelmäßig in ein Fitnesszentrum gegangen sein. Schrecklich.

Aufenthaltort: ich wohnte in Groningen (Nl), mit meiner Freundin zusammen, in einer Wohnung aus den 50-Jahren (also echte Qualitätsbau), es war unsere erste gemeinsame Wohnung, und wir waren schon langsam auf der Suche nach einem Haus, zum Kaufen. Das kam dann allerdings erst im nächsten Jahr. Außerdem war ich wegen der Arbeit 3 Tage der Woche in Utrecht (Nl), wo ich ein Zimmerchen gemietet habe (winzig wirklich). Das war eigentlich gut machbar, und obwohl es auch anstrengend war und ich manchmal mein zu Hause vermisste, war es auch wirklich gut Zeit für mich zu haben. In Utrecht würde ich auch jeder Zeit wieder wohnen wollen. Schöne Stadt. In Groningen übrigens auch. Abgesehen von den beiden Wohnorten war ich dann bestimmt in Urlaub, ich kann mich aber wirklich nicht mehr daran erinnern wo ich in diesem Jahr war. Was ich aber schon noch gefunden habe: ich war in New York, Korinthe, und Potsdam für Tagungen und Workshops. Ja, man sieht was von der Welt (auch da gilt: Postdoc: superjob).

Ach 2002, so viel gelernt, so viel gemacht, so lange her. Ein gutes Jahr, trotz Schwierigkeiten. Aber wenn es eine Zeitmaschine gäbe, ich würde sicherlich nicht nach 2002 fahren.

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Dutch kitchen: ossestaartsoep (oxtail soup)

I am actually not sure whether this really is Dutch kitchen, but, for me it is. Until yesterday, I only had this at home, made by my mother. Ossestaartsoep is a harty soup, ideal as a starter. I think it makes a good starter for a luxury meal, and yet it is dead easy. Well, apart from one aspect: i still don’t know yet how to get the soup clear, mine was a bit more like troubled waters. I’ll have to ask my mum about that one.

Here goes for 4 persons (i kind of followed this recipe):

  • 1 oxtail (about 800 gr)
  • 1 leek, 1 big carrot, 1 big onion, 3 stalks of celery
  • 2 bay leaves, 1 piece of mace, 1/2 table spoon of thymian
  • 100 gram bacon
  • 25 gram butter
  • a big splash of madeira
  • salt and pepper
  • 2 litres of water
  1. beware, this is going to be a bit smokey. Put the butter in a big pan, and  fry the bacon until golden brown, add the oxtail and also fry it until brown. Take the meat out of the pan, but don’t throw it away. (i actually did throw away the bacon because it had gotten black after I fried the oxtail, this was no problem)
  2. in the same pan, now fry the vegetables (cut in big chunks). These also should be fried until brown, since this gives the soup the nice brown colour.
  3. Once brown: add the water, the bay leavers, mace and thymian and the oxtail. Add some salt and pepper as well.
  4. Bring to a boil, put a lid on the pan (don’t close it completely), and let the soup simmer for about three hours.
  5. After three hours, take a clean cloth (i used a tea towel), put it in a big sieve and sieve the soup. Cool down the soup completely.
  6. Retrieve the oxtail from the sieve and cut the meat in small pieces (i tried to avoid the fat as much as possible.)
  7. Remove the fat from the cold soup (if possible). Cook the soup again, taste and add salt and pepper if necessary, when cooking add a liberal amount of madeira (about 1 dl) and briefly cook this as well.
  8. Divide the meat on four plates and pour the hot soup over it. Serve immediately.
  9. Enjoy!

Mosselen met spek, mussels with bacon

Last summer, we spent a week in Yport, a little village at the French coast (Normandy). We had fish or sea fruit every single day, because it was so fresh and so good. One meal I even had twice, namely: mussels with bacon and cream sauce. It was fantastic, why hadn’t we thought of this combination before? I used to make mussels the traditional way. To be specific, the way it is traditionally done in the Netherlands (with carrot, celery, leek, onion and a splash of white wine.) But mussels and bacon: great combination! We finally managed to get some good mussels this and last weekend and I decided to try and replicate what we had in France. Here goes:

for two persons:

  • 1,5-2 kilo mussels
  • 1 onion (medium size)
  • 1 clove of garlic
  • about 150gr. bacon
  • cream (200-250gr depending on taste)
  • splash of white wine
  • butter, pepper, salt
  • to serve: parsley, lemon wedges
  1. clean the mussels, throw away the ones that are broken
  2. cut the onion in small pieces and the garlic as well. divide the onion into two portions
  3. cut the bacon into small cubes or whatever form you fancy.
  4. heat some butter in a small sauce pan and some butter in a big pan (the one the mussels end up in
  5. start with the sauce: slowly fry half of the onion in the sauce pan (don’t colour them, just get them soft), when soft, add about 2/3 of the bacon. when the bacon is done, add the cream and some salt and pepper. Let it cook slowly, so that it can thicken just a bit. If it seems to thin, you can thicken a bit with some flour. But, don’t make it too thick.
  6. when the sauce is slowly cooking, fry the other half of the onion with the garlic, when soft, add the rest of the bacon. When slightly browned, add the mussels as well as a splash of white wine and some salt and pepper. Cook them until they are open. This should take about 5-8 minutes. When open, they are done (throw away mussels that didn’t open up).
  7. now carefully put the mussels into a sieve to get rid of all the water. Put them in a nice big bowl and drizzle your cream-bacon sauce over the mussels. You can carefully give them a stir now.
  8. make it even prettier with some chopped parsley and lemon wedges.
  9. Done! very easy meal, very quick, very tasty!

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